In Pompeji gibt es eine Villa, die 1943 entdeckt und 1947 ausgegraben wurde: die sogenannte Villa Imperiale (VIMP).
Das zu jener Zeit errichtete Dach ist inzwischen so undicht, daß zusätzlich zum allgemeinen Verfall die hochbedeutenden Wandmalereien der Sala A ernsthaften Schaden genommen haben.
Die Verfasser wurden davon so ergriffen, daß diese Initiative gestartet wurde, um Spenden zu sammeln, damit unter Kontrolle der Spender ein neues Dach gebaut werden kann.

Pompeji besteht nicht nur aus Ruinen. In einigen Häusern und Villen finden sich noch heute phantastische Wandmalereien, sofern sie nicht ins Museum gebracht wurden. Einige sind trotz ihres Alters von 2000 Jahren von einer überwältigenden Faszination. Die bunte Vielfalt der Bildthemen, der Detailreichtum der Wandbemalungen, die faszinierende Farbigkeit der Räume versetzen auch heute noch den Besucher in eine freudige Stimmung, deren Wirkung lange anhält. Wie bei den Romantikern des 19.Jahrhunderts werden idyllische Phantasien des sommerlichen Neapler Golfes geweckt mit seinen antiken Villen und Landsitzen, kommen Assoziationen an Griechenland und Ägypten auf.

Wie schnell verschwindet diese Hochstimmung beim Besuch derselben Zimmer im Winter. Dem grau verhangenen Himmel korrespondiert die feuchte Tristesse der Räume. Durch die Decke tropft Regen, sammelt sich an den Wänden und läuft in zahlreichen Rinnsalen über die Malereien.

Wenn man die Dimensionen des antiken Pompeji betrachtet und den Umfang der notwendigen Restaurierungsmaßnahmen kann man den Einsatz der Soprintendenza Archeologica und ihrer Mitarbeiter nur bewundern.

Ein besonderer Platz ist die "Villa Imperiale". Sie wurde nach dem Zweiten
Weltkrieg ausgegraben, teilweise wiederaufgebaut und blieb nicht ohne gute
Gründe bisher für den allgemeinen Besuch geschlossen. Die Kostbarkeit der
darin enthaltenen Malereien und Mosaikböden erlaubte nur wenige Besucher, die meisten Wissenschaftler. Die Malereien sind heute leider in ihrer Substanz
gefährdet, weil das rekonstruierte Dach nicht dicht ist. Damit ist aber ein
Dekorationsensemble bedroht, das sich qualitativ mit den Malereien im Palast
des Augustus auf dem Palatin in Rom messen kann.

Was ist zu tun? Ein neues Dach muß anstelle des alten undichten gebaut
werden. Deshalb bemühen wir uns um Geldspenden von Stiftungen, Banken,
Firmen, von Menschen, die die Kunst lieben, um eine geschätzte Summe von
100 000 Euro zusammenzubringen, die nötig ist, um das Projekt zu realisieren
und die erforderlichen Arbeiten in Gang zu bringen.

Aus diesem Grunde hat sich im Juli 2002 eine kleine Gruppe von Enthusiasten entschieden, diese website zu erstellen, um der Öffentlichkeit das Projekt VIMP vorzustellen und allen die Schönheit der Wandmalereien in der Villa Imperiale bekannt zu machen. Wir hoffen, genügend Spenden zur Umsetzung unseres Vorhabens zu erhalten, damit in Zusammenarbeit mit den Archäologen
eine dauerhafte Konservierung der hochbedeutenden Villa Imperiale gewährleistet werden kann. Die zuständige Fachautorität, die Soprintendenza Archeologica di Pompei, begleitet unser Projekt mit Wohlwollen und hat uns ihre unbedingte Unterstützung zugesichert.

 

Die Idee und die Grundlagen zu diesem Projekt entstanden im Mai 2001 in einem Gespräch zwischen Prof. Pietro Giovanni Guzzo, Soprintende degli scavi a
Pompei, Prof. Dr. Wolfgang Ehrhardt von der Universität Freiburg und Dr. Ing. Eckhard Tiemann. Prof. Guzzo ist bereit, nach Absprache externe Arbeiten auf dem Gelände zu gestatten, damit unter Aufsicht der Spender gearbeitet werden kann.